Sex mit Esel---Ermittlungen gegen "XXX"
Freitag, 20. August 2004
Sex mit Esel Ermittlungen gegen "XXX" Die Aufführung des umstrittenen Sex-Spektakels "XXX" im Hamburger Kulturzentrum Kampnagel hat ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben wegen der "Verbreitung pornografischer Schriften". Anlass sei ein Video, das eine Frau beim Sex mit einem Esel zeige, bestätigte eine Sprecherin der Behörde am Freitag. Die Inszenierung der spanischen Theatergruppe La Fura dels Baus hatte am Mittwoch in Hamburg Premiere und wird dort fünf Mal gezeigt. "Zunächst wird geprüft, ob das Video durch die Kunstfreiheit gedeckt ist oder nicht", sagte die Sprecherin. "Es gibt keinen bestimmten Beschuldigten, wir ermitteln allgemein gegen die Verantwortlichen für die Aufführung." Das Multimedia-Stück "XXX" nach einer Vorlage von Marquis de Sade aus dem 18. Jahrhundert zeigt ein hemmungsloses Spiel mit Lust und Gewalt. Die Szenen um Inzest, Vergewaltigung und Pornografie hatten bei einer Aufführung vor zwei Jahren in Frankfurt/Main für einen Eklat gesorgt. Kampnagel hat die umstrittene Videoszene, die etwa zehn Sekunde lang sei, nach eigenen Angaben inzwischen aus der Inszenierung gestrichen. "Das Stück wird ansonsten unverändert weiterhin gezeigt", sagte der Sprecher des für seine experimentellen Aufführungen bekannten Theaters, Jens Breder. "Wir rechnen damit, dass das Ermittlungsverfahren eingestellt wird, weil es sich bei 'XXX' um ein Gesamtkunstwerk handelt." Unterstützung bekommen die Theatermacher von der Hamburger Kulturbehörde. "Das ist ein wichtiges und richtiges Stück, es spielt mit dem Grenzbereich von Pornografie und Kunst", sagte Sprecher Björn Marzahn. Die Behörde begrüße, dass Kampnagel sofort auf die Kritik reagiert und das umstrittene Video aus dem Stück genommen habe. http://www.n-tv.de/5415347.html |
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