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Morillo 15-08-2005 12:37

An euch die hier Lügen verbreiten
 
1. Lüge

Lafontaine war gegen die Wiedervereiningung

Obwohl ihm bis heute oft unterstellt, war Lafontaine als Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 1990 kein Kritiker der Wiedervereinigung an sich. Er kritisierte jedoch deren Umsetzung durch den von der Regierung Kohl ausgehandelten Staatsvertrag als zu schnell, insbesondere die Einführung der D-Mark gegen den Rat vieler Sachverständiger und der Bundesbank als überhastete und wahltaktisch motivierte Fehlentscheidung. So beanstandete er im SPIEGEL-Gespräch am 28.5.1990 (Spiegel Nr.22 /44. Jahrgang): „Ich halte die Ausdehnung des Geltungsbereichs der D-Mark zum 1. Juli in der DDR nach wie vor für einen schweren Fehler, weil sie Massenarbeitslosigkeit zur Folge hat. … Ich kann eine Radikalkur nicht akzeptieren. Sie kann jemand vorschlagen, der hier in sicheren Verhältnissen lebt und keinerlei Sorgen hat, einen Arbeitsplatz oder eine Wohnung zu finden. Sicherlich gibt es in der DDR große Erwartungen in die Einführung der D-Mark, die im Wahlkampf leichtfertig geschürt wurden. Man kann einer Bevölkerung, die jahrzehntelang nicht im marktwirtschaftlichen System gelebt hat, nicht abverlangen, dass sie die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit ihrer eigenen Wirtschaft und damit ihrer Arbeitsplätze überblickt. Das wäre die Aufgabe der verantwortlichen Politiker gewesen, die hier eklatant versagt haben.“

Statt einer Wiedervereinigung schlug Lafontaine eine Zwei-Staaten Lösung vor, bei der die Immigration von DDR-Bürgern nach Westdeutschland durch die Reaktivierung einer Verordnung aus der Adenauerzeit eingeschränkt werden sollte. Kritiker warfen ihm vor, die gerade erst gefallene Mauer jetzt von der anderen Seite errichten zu wollen. + Stattdessen riet er dazu, Expertenrat zu berücksichtigen und erst die Lebensverhältnisse in Ost und West anzugleichen, und wies auf die erheblichen Kosten der schnellen Einführung hin: „Es gibt Leute, die unter Einheit nur die staatliche Einheit verstehen. Die Sozialdemokraten verstehen darunter aber auch die Herstellung der Lebensverhältnisse. Die abrupte Einführung der D-Mark ist der teuerste Weg für beide Teile Deutschlands. Den richtigen Weg haben Sachverständigenrat, Bundesbank, Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium vor dem 7. Februar gewiesen: Konvertibilität der Ost-Mark herstellen, und einen festen Wechselkurs anpeilen, um sich des marktwirtschaftlichen Instruments – und dies ist das Entscheidende – der außenwirtschaftlichen Anpassung nicht zu begeben. Was machen die ganzen Helden in Bonn, wenn die Produktivität und die Löhne auseinanderdriften? Dann haben sie keine Antwort außer der, den deutschen Steuerzahler ständig zur Kasse zu bitten."

Morillo 15-08-2005 12:54

2. Lüge

Lafontaine hat sich aus dem Staub gemacht

lafontaine war nicht bereit, den größten Wahlbetrug seit der Nachkriegsgeschichte zu unterstützen - er hat es sogar in den öffentlichen medien mitgeteilt, da war er noch gar nicht zurückgetreten, aber wiedereinmal war die Mediengruppe nicht bereit die ganze wahrheit zu senden sonder halbe wahrheiten. Lafontaine hat als konsequenz den Rücktritt verkündet.
Danach ging ein aufschrei auf das Lafontaine die SPD im stich gelassen hat. Das ich nicht lache - jedoch gut inziniert von den Medialen Partnern der SPD und CDU.

Als Schröder vom Parteivorsitz zurückgetreten ist, hat niemand das Wort Flucht benutzt.

Auf Wunsch gelöscht 15-08-2005 13:15

liegt vielleicht aber auch daran weil er immer noch Bundeskanzler war...
Er hat den Parteivorsitz ja nur an seinen Freund Münti abgeben......

Stefano 16-08-2005 10:08

"Armstrong" läst grüßen :lol:

PC-Oldie-Udo 16-08-2005 12:05

Zitat:

Lafontaine hat sich aus dem Staub gemacht

hat er auch, wenn er Probleme mit irgendwelchen Entscheidungen
gehabt hat, dann hätte er sich innerhalb der Partei bzw Koalition
wie das in einer Demokratie so üblich ist auseinandersetzen müßen, wenn er das getan hätte und wäre dann zurückgetreten, dann wäre die Sache ok gewesen, aber sich einfach über Nacht davonschleichen und sich wochen/monatelang zu verstecken vor der Partei und den Medien, das war Feigheit hoch drei, so einen Deppen kann man doch nicht wiederwählen und schon garnicht in einem solchen Parteibündnis wie jetzt, bei dem fehlen doch ein Räder :eek: :flop:


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